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Hyänen

 

Bei vielen Menschen lösen Hyänen negative Gefühle aus. Sie gelten als feige, hinterhältig, hässlich und verschlagen. Das ist aber ein Trugschluss, da diese interessanten Tiere im Ökosystem der afrikanischen Savanne eine wichtige Funktion erfüllen. Die Natur kennt keine Sentimentalitäten. In Südafrika leben mehrere Hyänenarten. Die größte und bekannteste der 3 dort vorkommenden Arten ist die Tüpfelhyäne. Etwas kleiner ist die Schabrackenhyäne und am kleinsten ist der sogenannte Erdwolf, afrikaans Aardwolf, eine Hyäne, die sich auf das Fressen von Termiten

Bildquelle: www.fotofeeling.de

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spezialisiert hat und tagsüber meist in Höhlen schläft, die der Erdwolf oft von anderen Tieren übernimmt. Die Tüpfelhyänen erreichen eine Schulterhöhe von etwa 80 cm und ein Gewicht von 85 kg, während der Erdwolf lediglich ein Maximalgewicht von 14 kg auf die Waage bringen kann. Bei den Tüpfelhyänen sind die Weibchen etwas größer als die Männchen, bei den anderen Arten gibt es keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Die Vorderbeine sind länger und kräftiger als die Hinterbeine. Dadurch fällt der Körper nach hinten ab.

Die Hyänen haben sehr starke Zähne und kräftig entwickelte Kiefernmuskulatur. Damit ausgerüstet sind sie in der Lage selbst die Beinknochen von Großwild wie Nashörnern, Flusspferden oder Giraffen zu knacken. Die Tiere sind sehr ausdauernd und können auf einmal bis zu 50 km zurücklegen. Sie sind überwiegend nachtaktiv. Tagsüber schlafen sie meist in ihrem Unterschlupf. Dem Stereotyp der Hyäne als Aasfresser entspricht eigentlich nur die Schabrackenhyäne. Die größere Tüpfelhyäne dagegen ist ein aktiver Jäger und jagt den größten Teil der Beute selbst. Dabei arbeiten die Tiere in Gruppen zusammen. Sie sind keineswegs feige, so wie oft geglaubt. Ganz im Gegenteil. Es ist nicht selten, dass Hyänen, obwohl sie viel kleiner sind, selbst Löwen von ihrer geschlagenen Beute vertreiben. Obwohl die Hyänen einen schlechten Ruf haben, erfüllen sie im Ökosystem eine sehr nützliche Funktion. Sie verhindern nicht nur die Verbreitung von Krankheiten, weil sie Aas und Kadaver rechtzeitig beseitigen, sie helfen auch, den Bestand ihrer Beutetiere gesund zu erhalten, indem sie einen ständigen Selektionsdruck aufrecht erhalten. Leider werden sie wegen ihres negativen Images von den Menschen bis in die Gegenwart hinein verfolgt, gejagt oder sogar vergiftet. Als Ergebnis davon nimmt ihre Zahl kontinuierlich ab. Einzige Ausnahme davon bildet der Erdwolf, dessen Bestände stabil sind oder sogar zunehmen. Ein anderer Grund für die Verfolgung der Hyänen sind Heilkräfte bzw. magische Kräfte, die bestimmten Körperteilen zugesprochen werden. Eine Umkehr des bedauerlichen negativen Trends in der Bestandsentwicklung kann auf lange Sicht nur durch intensive Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit erreicht werden. Verbote alleine helfen nicht.

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