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Die Kultur Südafrikas

 

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Südafrika hat keine einheitliche Kultur, was auf die Geschichte des Landes und die ethnische Vielfalt zurückzuführen ist. Das Brauchtum und die Sitten Südafrikas sind abhängig von der Region und der Bevölkerung.

 

Ein Großteil der Schwarzen lebt auch heute noch in sehr ärmlichen Verhältnissen. Diese Bevölkerungsschicht führt die traditionellen Riten ihrer Ahnen fort. Viele Feste werden mit Tanz und Musik gefeiert, dadurch soll nicht nur die Tradition, sondern auch die Vorfahren am Leben gehalten werden. Durch die Globalisierung und den Fortschritt des Landes würden die Bräuche sonst verloren gehen. Aus diesem Grund haben sich die meisten Schwarzen, die vom Land in die Städte gezogen sind, ihre Muttersprache beibehalten und sprechen zudem noch Englisch oder Afrikaans.

 

Eine beliebte Tradition der Südafrikaner ist der so genannte Gummistiefel Tanz. Dabei handelt es sich um einen modernen afrikanischen Tanz, der in der Regel von großen Tanzgruppen an öffentlichen Orten und in Touristenzentren aufgeführt wird. Teilweise gehen einzelne Tanzgruppen auch auf weltweite Tourneen. Der Gummistiefel Tanz ist der Vorläufer des Stepptanzes. Er soll jungen Männern außerdem Mut und Kraft verleihen.

 

Selbstverständlich spielt auch Musik eine große Rolle in Südafrika. Besonders Cape Jazz ist dort sehr beliebt. Die traditionelle südafrikanische Musik besteht zumeist aus Trommeln, Xylophonen und Flöten. Die Zulu lieben zum Beispiel die Musik der Gruppe Bayete.

 

Viele Traditionen der Ndebele, Zulu und Xhosa, die zur schwarzen Bevölkerung gehören, wurden während der Zeit in dem die Voortrekker ins Land kamen unterdrückt. Durch das Apartheidregime wurden die Traditionen weitestgehend ganz zerstört. Heute werden die alten Traditionen wieder zurück ins Leben gerufen.

 

Teilweise leben die Volksgruppen auch heute noch in ihren eigenen Siedlungen in hübsch gestalteten Rundhütten. Dort arbeiten sie im Kunsthandwerk. Es werden zum Beispiel verschiedene Alltagsgegenstände, Schmuck und Kleidung angefertigt und kunstvoll verziert. Die hergestellten Dinge werden direkt in den Siedlungen an die Touristen verkauft oder an Straßenständen in ganz Südafrika.

 

Auch die Verwendung der Sprachen hat sich seit der Apartheid grundlegend verändert. Es gibt nur noch wenige kleine Völker, die Khoisan Sprachen verwenden. Diese Sprachen zählen nicht zu den offiziellen Landesprachen. Sie wurden aber als eine von acht weiteren Hauptsprachen anerkannt. Einige kleine Gruppen sprechen außerdem noch Khoi – San Sprachen, die vom Aussterben bedroht sind. Dadurch wollen sie die Sprache erhalten und sie zu einer der Hauptsprachen machen.

 

Die Weißen in Südafrika leben ähnlich wie die Menschen in Westeuropa, Ozeanien und Nordamerika. Die Weißen englischer Abstammung und die Afrikaner haben ihren Disput beendet und leben friedlich miteinander. Im Bereich der Kunst sind auch viele der Weißen tätig, obwohl sie weniger kreativ sind als die schwarze Bevölkerung. Was mitunter daran liegt, das sie zu damaligen Zeiten als Landwirte, Handwerker oder Techniker in das Land kamen. Die Niederländer brachten damals die Architektur in das Land und damit auch den Cape Dutch Style, der sich durch Strohdächer und klare Hausformen, sowie durch mit Weißkalk verputzte Wände und den Mittelgiebel in der Fassade auszeichnet. Diese Häuser können auch heute noch in Stellenbosch, Swellendam und Paarl auf dem Weingut Groot Constantia bewundert werden.

 

Die Briten brachten den georgianischen und viktorianischen Stil nach Südafrika. Viele Häuser und andere Bauwerke haben zum Beispiel Säulen, Balkone aus Holz und schmiedeeiserne Gitter.

 

Die Farbigen fühlen sich trotz der damaligen Apartheid heute näher mit der Kultur der Weißen verbunden als mit der Kultur der Schwarzen. Diese Verbundenheit ist unter anderem bei Menschen zu erkennen, deren Muttersprache Afrikaans ist und die eine gleiche oder ähnliche Religion wie die Weißen leben. Nur die Kap – Malaien, die zu den Farbigen gehören, sind Moslems.

 

Die Asiaten führen die traditionellen Riten ihrer Vorfahren fort. Ein Großteil von ihnen sind sunnitische Moslems oder Hindus. Heutzutage sprechen sie Englisch als Muttersprache. Die ursprünglichen Sprachen wie Tamil und Gujarati werden zwar auch noch gesprochen, aber immer seltener.

 

Ebenso wie die Sprachen unterscheiden sich auch die Riten der unterschiedlichen Religionen und Nationen. Die Xhosa zum Beispiel übten den Krisenkult der Viehtötung aus. Beim Vieh der Xhosa brach im Jahre 1854 eine Krankheit aus, die vermutlich vom Vieh der Weißen übertragen wurde. Viele der Tiere starben an der Krankheit. Die Xhosa glaubten es handelte sich um Hexerei. Dann ging das Gerücht um das die Toten auferstehen würden, wenn die Xhosa die erkrankten Tiere töten würden. Die Toten würden ihnen helfen die Weißen zu verjagen und damit würden auch die Tiere gesund werden. Die Xhosa töteten die Tiere. Die Toten standen nicht aus ihren Gräbern auf und die Tiere wurden nicht gesund. Infolgedessen sind zehntausende des Volksstamms verhungert. Heute noch streiten sich die Xhosa mit den Weißen um die Schuld.

 

Im Allgemeinen leben die unterschiedlichen Volksstämme heutzutage friedlich zusammen.

 

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