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Die Bevölkerung Südafrikas

 

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In Südafrika leben 48.782.756 Menschen (Stand November 2008). Das bedeutet, es leben im Durchschnitt 40 Einwohner auf einem Quadratkilometer.

In Südafrika leben Menschen verschiedener Nationen und aller Hautfarben. Aus diesem Grund wird das Land auch häufig als Regenbogennation bezeichnet. In der Geschichte Südafrikas kam es häufig zu Unruhen aufgrund der verschiedenen Volksgruppen, die nicht immer friedlich zusammenlebten. Nachdem Nelson Mandela zum Präsidenten des Landes gewählt wurde starb auch langsam die so genannte Apartheid (strickte Rassentrennung) aus. Dadurch wurden auch die Unruhen zwischen den ethnischen Gruppen weitestgehend vertrieben. Allerdings ist die khoisanide Altschichtbevölkerung auch heute noch sehr stark bedroht.

Bildquelle: www.fotofeeling.com

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Als Khoisan werden verschiedene Volksstämme im Süden und Südwesten Afrikas bezeichnet. So auch die Gruppe der Khoi Khoi, die abfällig als Hottentotten bezeichnet werden oder die San, die besser bekannt sind als Buschmänner. Die Klassifizierung ist auf die Sprachenverwandtschaft und auf körperliche Besonderheiten wie gelblich braune Haut, die Körpergröße und die Beschaffenheit der Haare, die in kleinen Büscheln wachsen zurückzuführen. Durch diese Merkmale unterscheiden sich khoisanide Völker von den anderen dunkelhäutigen Menschen in Afrika.

Die Khoi Khoi und der Volksstamm der San leben heute meistens in Südafrika, Botsuana, Angola und Namibia. Früher lebten die Volksgruppen auch in den Bereichen im Norden. Die Hadza und Sandawa leben heute im Norden Tansanias in Ostafrika, also über 3.000 Kilometer entfernt von den Khoi Khoi, allerdings sprechen sie eine artverwandte Sprache, worauf zurückzuführen ist, dass auch die Khoi Khoi dort gelebt haben. Ein weiterer Beweis dafür sind 20.000 Jahre alte Felszeichnungen in Südafrika, in denen die Geschichte der khoisaniden Bevölkerungsgruppen dargestellt wird. Sprachliche und archäologische Funde stützen die These, dass die Khoisan in großen Teilen Afrikas südlich vom Äquator lebten und vom Volksstamm der Bantu vertrieben wurden. Infolgedessen leben die Bevölkerungsgruppen auch gegenwärtig häufig noch getrennt voneinander.

In Südafrika lebt die größte Anzahl von Menschen europäischer und indischer Herkunft in Afrika. Die Regenbogennation ist somit eines der ethnisch buntesten Länder des Kontinents.

Die Perle des Kaps ist das Heimatland zahlreicher afrikanischer Gesellschaften. Außerdem ist sie die Heimat von Franzosen, Deutschen, Asiaten, englischen Einwanderern, von Niederländern und so genannten „Farbigen“ Menschen.

Bildquelle: www.fotofeeling.com

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Die Nachfahren der Khoisan, der Sklaven aus dem einstigen niederländischen Ostindien und Menschen mit Vorfahren unterschiedlicher Nationen wurden als „Farbige“ bezeichnet. Der Begriff „Farbige“ stammt noch aus der Zeit der Apartheid.

Ebenso wie die Hautfarben der Menschen sind die sozialen Schichten in Südafrika sehr vielfältig. Im Jahre 1991 wurden die vier Klassen der Bevölkerung aufgehoben. Die Einwohner des Landes wurden in „Schwarze“, damit waren die Afrikaner gemeint, in „Weiße“, in „Farbige und in Asiaten unterteilt. Das Gesetz wurde zwar aufgehoben, allerdings teilen sich viele Südafrikaner auch heute noch in diese Gruppen ein. Als „Schwarze“ sehen sich circa 79,5 Prozent der Bevölkerung. Die „Schwarzen“ sind wiederum in verschiedene Volksgruppen unterteilbar. Zu den großen Gruppen zählen unter anderem die Xhosa, Venda, Swazi, Tsonga, Basotho, Ndebele und die Tswana. Die Weißen machen etwa 9,2 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Dazu zählen überwiegend die Nachfahren französischer, englischer, niederländischer und deutscher Einwanderer, die sich Ende des 17. Jahrhunderts in Südafrika niederließen.

Zu den „Farbigen“ zählen sich circa 8,9 Prozent der Bevölkerung. Dazu gehören größtenteils die Nachkommen der ersten europäischen Siedler, deren Sklaven und Völker die ursprünglich in Afrika leben. Die Asiaten, die meist indischer Herkunft sind, stellen mit 2,5 Prozent von der Gesamtbevölkerung eine Minderheit in Südafrika dar. Sie leben überwiegend in der Provinz KwaZulu – Natal. Außerdem leben in Südafrika etwa 100.000 Chinesen.

Bildquelle: www.fotofeeling.com

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58 Prozent der Südafrikaner lebten im Jahr 2005 in den Städten. 30,3 Prozent sind 15 Jahre alt oder noch jünger. Zwischen 15 und 64 Jahre alt sind 64,5 Prozent der Einwohner. Die restlichen 5,2 Prozent der Bevölkerung sind über 65 Jahre alt. Im Jahre 2005 sank die Geburtenrate um circa 0,3 Prozent. Die Anzahl der Geburten liegt bei 18 Kindern auf 1000 Einwohner. 6,1 Prozent der Kinder in Südafrika sterben. Frauen und Männer haben aktuell eine Lebenserwartung von ungefähr 43 Jahren. Südafrikanische Frauen haben im Durchschnitt zwei Kinder. 87 Prozent der südafrikanischen Menschen können lesen und schreiben.

Südafrika ist viermal so groß wie Deutschland. Wie zu Anfang erwähnt leben dort fast 50.000.000 Menschen, im Gegensatz dazu leben in Deutschland mehr als 82.000.000 Einwohner. Weltweit können 862.000.000 Menschen weder lesen noch schreiben. Vom Analphabetismus sind 4 Millionen in Deutschland betroffen, in Prozenten sind dass 3,28 %. Die 13 Prozent der südafrikanischen Menschen die an Analphabetismus leiden sind auf die teilweise ärmlichen Verhältnisse, die in Südafrika herrschen, zurückzuführen. In einigen Dörfern gibt es keine Schule. Ziel des Landes ist es allen Kindern bis zum Jahre 2015 eine Schulbildung von mindestens fünf Jahren zu ermöglichen.

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