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Nelson Mandela

 

Nelson Mandela ist die bekannteste südafrikanische Persönlichkeit überhaupt. Über sein interessantes, wechselvolles Leben sind schon zahlreiche Bücher geschrieben und Filme gedreht worden. Er gilt mit vollstem Recht als einer der größten Staatsmänner der Welt und als Repräsentant des freien Südafrika. Nelson Rolihlahla Mandela, wie er mit vollem Namen heißt, wurde am 18. Juli 1918 in Mvezo in der früheren Transkei, jetzt Provinz Eastern Cape in Südafrika geboren. Er stammt aus dem Volk der Xhosa. Nelson Mandela studierte Jura an der Witwatersrand Universität Johannesburg und war Rechtsanwalt, ehe er für verbotene politische Aktivitäten für 27 Jahre inhaftiert wurde. Nach seiner Freilassung wurde er 1994 der erste schwarze Präsident Südafrikas. Dieses Amt hatte er bis 1999 inne, als er aus Altersgründen zurücktrat. Für seine Verdienste um die Gleichberechtigung der Schwarzen und den friedlichen Übergang vom Apartheidsregime zu einem demokratischen Südafrika erhielt er gemeinsam mit Frederik Willem de Klerk, dem letzten weißen Präsidenten Südafrikas, im Jahre 1993 den Friedensnobelpreis.

Der junge Nelson hatte eine glückliche Kindheit. Er wuchs wohlbehütet in einer ländlichen Umgebung auf und kannte kaum materielle Not, da sein Vater, der 4 Frauen hatte, ein Angehöriger der Königsfamilie der Xhosa war. Als Nelson 9 Jahre alt war, verstarb sein Vater. Mit 16 wurde Nelson nach traditioneller Sitte seines Volkes in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen. Als er mit 21 ein Internat besuchte, kam er erstmals näher mit der westlichen Kultur in Berührung. Als er nach Fort Hare wechselte, eine Schule, die als Bildungsstätte für zahlreiche spätere schwarze Politiker galt, lernte er dort den ANC-Präsidenten Oliver Tambo kennen. Schon damals interessierte sich Nelson für juristische Fragen und war politisch aktiv. Da er sich mit seinem Vormund und Sponsor in Fragen der Tradition überwarf, ging er nach Johannesburg. Dort lernte er Walter Sisulu kennen, der ihm ein Jurastudium an der berühmten Witwatersrand Universität ermöglichte.

Schon als Student war er politisch aktiv. Nach dem Wahlsieg der National Party, der Partei der Afrikaander, wurde das System der Rasentrennung, die Apartheid, offiziell eingeführt. Nelson Mandela kämpfte gemeinsam mit anderen erbittert dagegen. Deshalb wurde er 1956 des Hochverrats angeklagt. Der Prozess zog sich bis 1961 hin und endete mit dem Freispruch aller 155 Angeklagten. Als Folge des Sharpville-Massakers, in dem weiße Polizisten auf unbewaffnete Schwarze feuerten und zahlreiche Menschen erschossen, änderte er seinen Standpunkt des Gewaltverzichts und befürwortete den bewaffneten Kampf des ANC. Er wurde Vorsitzender von “Umkhonto we Sizwe”, der bewaffneten Organisation des ANC. Er wurde im August 1962 verhaftet und 1964 im berühmten Rivonia-Prozess zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Zeit seiner Haft verbrachte er überwiegend auf Robben Island, einer Gefängnisinsel vor Kapstadt. Als Resultat internationalen Drucks wurde Nelson Mandela auf Anordnung von Präsident de Klerk am 11. Februar 1990 freigelassen und gleichzeitig das ANC-Verbot aufgehoben.

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