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Zebras

 

Zu den bekannten afrikanischen Tierarten gehören neben Löwen, Elefanten und Nashörnern auch die Zebras. Dabei handelt es sich um Verwandte der Pferde. Es ist also gar nicht so abwegig, Zebras als afrikanische Wildpferde zu bezeichnen. In Südafrika leben 2 Zebra-Arten, das Steppenzebra, auf Englisch Burchell’s Zebra und das Kap-

Bildquelle: www.fotofeeling.de

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Bergzebra, auf Englisch Cape Mountain Zebra. Früher gab es noch eine dritte Art, das legendäre Quagga, das aber inzwischen ausgestorben ist. Die für alle Zebraarten so charakteristischen Streifen sind bei jedem Exemplar verschieden und so individuell wie ein Fingerabdruck.

Am weitesten verbreitet ist das Steppenzebra. Die Tiere haben einen sehr großen Lebensraum, von offenen Savannen bis zu leicht bewaldeten Gebieten. Steppenzebras leben in Herden zusammen, deren Größe je nach den Lebensbedingungen variiert. Je größer das Nahrungsangebot, desto größer sind auch die Herden. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass die Steppenzebras praktisch die Wegbereiter für andere Tierarten sind. Sie fressen das lange Gras kurz und trampeln es nieder, sodass andere Tiere wie Gazellen, Strauße oder auch Gnus Lebensraum und Nahrung finden. In Südafrika kann man sie vor allem im Krüger Park, dem Pilanesberg Nationalpark aber auch im Hluhluwe-Umfolozi Nationalpark und dem Suikerbosrand Naturreservat finden. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 2,3 Metern, eine Schulterhöhe von 1,4 Metern und ein Gewicht von bis zu 230 Kilogramm.

Die zweite Art, das Kap-Bergzebra, ist weniger weit verbreitet. Ausgewachsene Tiere können eine Körperlänge von etwa 2,2 Metern, eine Schulterhöhe von 1, 5 Metern und ein Höchstgewicht von bis zu 370 Kilogramm aufweisen. Durch intensive Jagd wurden die Tiere fast ausgerottet. Bei einer Zählung im Jahre 1937 wurden lediglich 45 lebende Exemplare gefunden. Durch diese schockierenden Zahlen alarmiert, beschloss die südafrikanische Regierung die Einrichtung des Mountain-Zebra-Nationalparks. Dort sowohl als auch im Karoo-Nationalpark als auch im Table-Mountain-Nationalpark und anderen kleineren Schutzgebieten leben heute wieder insgesamt 1.500 Tiere, sodass die Art zwar noch als gefährdet aber nicht mehr als vom Aussterben bedroht eingestuft wird. Die dritte in Südafrika früher beheimatete Zebra-Art war das Quagga. Zu Beginn der Besiedlung Südafrikas gehörten sie zu den am häufigsten anzutreffenden Großsäugetieren. Vom äußeren Erscheinungsbild wirkten die Quaggas wie Mischlinge zwischen Pferden und Zebras, da im Gegensatz zu anderen Zebraarten nur das Vorderteil, Kopf und Hals, gestreift war. Das Hinterteil und die Beine wiesen keine Streifen auf. Die Quaggas wurden aus bloßer Lust am Töten abgeschossen und verschwanden nach und nach aus ihren angestammten Lebensräumen. Das letzte bekannte Einzeltier lebte noch bis zu seinem Tode im Jahre 1883 in einem Zoo in Amsterdam.

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