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Gauteng

Gauteng mit der Provinzhauptstadt Johannesburg ist eine der neun Provinzen Südafrikas. Sie liegt auf dem Highveld. Gauteng wurde nach den ersten Wahlen unter Einbeziehung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit aus einem Teil der Provinz Transvaal gebildet. Sie ist die flächenmäßig kleinste Provinz Südafrikas, hat aber die höchste Bevölkerungsdichte. Heute leben dort mehr als acht Millionen Menschen, eine Großteil davon in Sewto, wo der Kampf gegen die Apartheid begann.


Gauteng ist die Provinz mit dem höchsten Bevölkerungszuwachs. Trotz seiner geringen Fläche ist Gauteng das finanzielle Zentrum Südafrikas. Die Hauptstadt Johannesburg gilt als Schmelztiegel, hier leben Arm und Reich dicht beieinander. Statistisch gesehen ist Südafrika das Land mit den meisten Morden auf 100 Einwohner. In Johannesburg überschreitet die Zahl der Morde, sogar die Zahl der Verkehrsunfälle. Die südafrikanische Metropole zählt damit zu einer der gefährlichsten Städten der Welt. Der Name Gauteng stammt aus der Sprache Sesotho und bedeutet Ort aus Gold. Er bezieht sich auf die blühende Goldindustrie, die in Folge des ersten Goldfundes 1886 rund um Johannesburg entstand.


Die Provinz ist heute noch reich an Bodenschätzen und die reichste Region und das wichtigste Industriegebiet südlich von Europa. Das Städtedreieck Pretoria, Johannesburg und Vereeniging lockt zahlreiche Gastarbeiter ins Land. So entsteht eine gigantische Migapolis mit sehr reichen Teilen, demgegenüber steht die bittere Armut in den Townships. Touristische Highlights sind die faszinierende Metropole Johannesburg sowie eine Führung durch Soweto, das größte Township Südafrikas sowie das Voortrekker Monument, Symbol der Afrikaner in Pretoria. Pretoria, im nördlichen Teil der Provinz Gauteng gelegen, ist die offizielle Hauptstadt der Republik Südafrika. Allerdings besitzen in Südafrika auch die Städte Kapstadt, mit dem Sitz des Parlamentes sowie dem halbjährigen Sitz der Regierung und Bloemfontein mit dem Sitz des obersten Berufungsgerichts eine Art Hauptstadtfunktion. 2005 gewann Pretoria den LivCom-Award und durfte sich in jedem Jahr als „lebenswerteste Stadt der Welt“ bezeichnen. In Gauteng liegt auch das knapp 50 000 Hektar große Cradle of Humankind (Wiege der Menschheit), dass zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.


Als Cradle of Humankind werden seit einigen Jahren die Fundstätten hominider Fossilien in Südafrika bezeichnet. Insbesondere sind damit jene Stätten gemeint, die auf der Liste des Weltkulturerbes eingetragen sind. 1999 wurde ein 25 000 Hektar großes Gelände, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Johannesburg in der Provinz Gauteng, so geschützt. Es umfasst ein Dutzend Kalkstein-Höhlen, in denen zahlreiche Überreste fossiler Pflanzen, Tiere und – in bisher sieben der zwölf Höhlen – von Vormenschen gefunden wurden. Einbezogen sind unter anderem die Höhlen von Sterkfontein, Swartkrans sowie die Wonder Cave und Coopers Cave von Kromdaai. Seit 2005 gibt es ein Besucherzentrum mit dem Namen Maropeng nahe der Höhlen von Sterkfontein.


Eine weitere Sehenswürdigkeit ist Tswaing, der Ort des Salzes. Der Einschlagkrater liegt etwa 40 Kilometer nordwestlich von Pretoria. Er hat einen Durchmesser von etwa 1,1 Kilometer sowie eine Wallhöhe von 60 Metern über die umgebende Landschaft und gemessen vom höchsten Punkt des Kraterrandes, eine Tiefe von 119 Metern. In ihm befindet sich ein flacher Kratersee, der sich aus Grundwasser und aus Regenwasser speist und früher zur Gewinnung von Salz und Soda genutzt worden ist. Einige Ruinen der zugehörigen Bauten sind noch zu besichtigen. Die Entstehung des Kraters – entweder durch Vulkanismus oder durch den Einschlag eines Meteoroiden – war lange umstritten. Erst 1990 konnte durch Bohrungen sicher festgestellt werden, dass der Krater vor etwa 220 000 Jahren durch einen Einschlag eines Meteoroiden verursacht wurde. Der Krater ist als Außenstelle „Tswaing Meteorite Crater“ des National Cultural History Museums in Pretoria und als Teile eines Schutzgebietes für Besucher zugänglich. Als beliebtes Reiseziel in der Provinz Gauteng gilt auch das Suikerbosrand Nature Reserve südlich von Johannesburg nahe der Stadt Heidelberg.


Der niedrigste Punkt des Gebietes liegt auf 1545 Metern Höhe und umfasst mit dem „Zuckergipfel“ (Höhe 1.917 Meter) eine der höchsten Erhebungen des Highveld. Das Reserve bewahrt die Flora und Fauna des Graslandes des Highveld, insbesondere des felsigen Witwatersrand. Hier leben etwa 24 Großtierarten, unter anderem Zebras, Antilopen, Gnus und Hyänen sowie 200 Vogelarten. Zu bestaunen gelten auch die etwa 740 Pflanzenarten. Naturfreunden bieten sich 66 erschlossene Wanderwege sowie Fahrradwege und eine als Rundkurs ausgebaute 60 Kilometer langen Straße.

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