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Gnus

 

In Südafrika leben zwei Arten von Gnus- das weitverbreitete Streifengnu, englisch Blue Wildebeest und das seltenere Weißschwanzgnu, auf Englisch Black Wildebeest. Die Gnus gehören zur Gruppe der Antilopen. Normalerweise assoziiert man mit dem Begriff “Antilopen” zierliche, flinke Geschöpfe von der Art der Gazellen. Sieht man jedoch die Gnus zum ersten Mal, kann man sie durchaus für Rinder halten. Die Schulterhöhe der Tiere beträgt zwischen 1,15 und 1,45 m. Die Körperlänge beträgt etwa 2 m. Die Tiere können ein Gewicht zwischen 175 und 275 kg erreichen. Beide Geschlechter tragen kräftige, nach innen gekrümmte Hörner. Überhaupt

Bildquelle: www.fotofeeling.de

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machen die Gnus einen sehr muskulösen, kraftstrotzenden Eindruck. Die Gnus lieben weite, offene Landschaften. Deshalb findet man sie in Südafrika zum überwiegenden Teil in der Savanne, aber auch in halbwüstenartigen Gebieten, solange sie nicht zu trocken sind. Gnus ernähren sich zum größten Teil von Gras, darum ist Grasland ihr bevorzugter Lebensraum. In freier Wildbahn erreichen sie ein Lebensalter von 15-20 Jahren.

Gnus sind gesellige Tiere. Sie leben in Herden zusammen, weil das für sie viele Vorteile bringt. So kann man gemeinsam besser und schneller herannahende Feinde wie Löwen oder Hyänen erkennen und rechtzeitig fliehen. Die Kälber lassen sich in einer Herde besser beschützen. Feinde werden durch die Vielzahl der Gnus verwirrt, der Angriff verzögert sich eventuell und gibt den Tieren Zeit zum Entkommen.

Im Gegensatz zu Ostafrika, wo z. B. in der Serengeti oder Ngorongoro Gnus Herden bilden, die aus Tausenden Exemplaren bestehen, sind die Herden in Südafrika viel kleiner. Hier sind Herden von 20 – 40 Tieren die Regel. Es gibt zwar auch größere Herden, diese sind aber relativ selten. Besonders zahlreich findet man Streifengnus im Kgalagadi-Transfrontier-Park. Aber auch im Krüger Park, Umfolozi Reserve und zahlreichen anderen Wildparks sind Streifengnus vertreten. Sie kommen fast bis zur äußersten Südspitze Afrikas vor. Die Weißschwanzgnus sind die kleineren Verwandten der Streifengnus. Wie der Name schon sagt, kann man sie am besten durch ihren langen weißen Schwanz vom Streifengnu unterscheiden. Sie erreichen eine Schulterhöhe von 1,2 m und ein Gewicht von 140 – 180 kg. Die Tiere kommen heute nur noch im südlichen Afrika vor. Vor langer Zeit gab es auch vom Weißschwanzgnu riesige Bestände. Durch intensive Bejagung wurden die Tiere aber fast ausgerottet. Dank vereinter Schutzbemühungen gelang es aber, diesen verhängnisvollen Trend zu stoppen. Die Bestände erholten sich wieder und werden heute auf etwa 10.000 Tiere geschätzt. Heute sind die Tiere wieder relativ häufig anzutreffen. Der Bestand gilt nicht mehr als gefährdet.

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