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Antilopen

 

Die Form Südafrikas gleicht im Prinzip der eines umgestülpten Tellers. Die schmalen Küstenebenen stellen den Rand dar. Unmittelbar dahinter erfolgt der Anstieg zur Kante, den Randgebirgen. Das Landesinnere, der Tellerboden, ist eine meist nur sanft gewellte Hochebene. Da große Teile des Landes nur relativ wenig Regen erhalten, sind Wälder auf die Gebiete beschränkt, wo genug Regen fällt. Im Norden und Westen Südafrikas breiten sich Wüsten aus. Der größte Teil der Landschaft im Landesinneren wird durch unendlich erscheinende, grasbewachsene Ebenen geprägt. Diese Grasebenen, die Savannen, sind der ideale Lebensraum für viele Antilopenarten. Allein das “South African Book of the Road”, ein Autoatlas listet in seinem Informationsteil 25 Arten auf, ohne dabei Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Bildquelle: www.fotofeeling.de

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Mit dem Begriff “Antilopen” bezeichnet man umgangssprachlich alle Hornträger, die nicht zu den Unterfamilien der Rinder und Ziegen gehören. Weltweit gibt es von ihnen etwa 100 Arten. Einige der Antilopen sind so groß wie Rinder und gehören mit Recht zum Großwild, andere sind kaum größer als Hasen. Die größte in Südafrika vorkommende Antilopenart ist die Elenantilope. Sie können ein Gewicht von 500-1000 kg erreichen, eine Schulterhöhe von etwa 1,5 m und eine Länge von 2-3 m. Man erkennt sie an den geraden, eng gedrehten Hörnern und der hellbraunen Fellfarbe mit einigen hellen Querstreifen. Elenantilopen können bis zu 2,5 m hochspringen. Zu den Großantilopen gehören auch das Streifengnu und das Weißschwanzgnu. Beide lieben die Savanne und kommen in Herden vor, das Streifengnu in Herden von bis zu mehreren Hundert Tieren, das Weißschwanzgnu in kleineren Gruppen bis zu 30 Tieren. Beide Antilopenarten erreichen ein Gewicht von 160-270 kg. Das Weißschwanzgnu war schon fast ausgerottet, die Bestände haben sich aber nicht zuletzt dank umfangreicher Schutzmaßnahmen wieder gut erholt. Die Gnus haben kurze, kräftige, hakenförmige Hörner, die von beiden, Männchen und Weibchen getragen werden. Eine andere größere Antilopenart ist der Kudu. Die Tiere bevorzugen buschbewachsenes Gelände in der Nähe von Wasser. Die Fellfarbe ist bräunlich mit hellen Querstreifen. Die Männchen haben lange, korkenzieherartig gewundene Hörner, die Weibchen sind hornlos. Kudus leben in kleinen Gruppen von höchstens 5 Tieren oder als Einzelgänger. In den Trockengebieten Südafrikas wie der Kalahariwüste lebt der Gemsbok. Dieser Name aus dem Afrikaans ist etwas irreführend, da es sich nicht um einen Verwandten des alpinen Tiers handelt. Der deutsche Name ist Spießbock und leitet sich von den langen, geraden Hörnern der Antilope ab, die von beiden Geschlechtern, Männchen und Weibchen, getragen werden. Das Fell ist überwiegend von grauer Farbe. Am anderen Ende der Größenskala stehen die Klippspringer, kleine Antilopen, die eher an Ziegen erinnern. Sie leben auf felsigem Untergrund und sind der rauen Umgebung bestens angepasst. Mit ihrem gefleckten, gelbbräunlichen Fell passen sie sich der Umgebung gut an. Sie brauchen nie zu trinken, da sie ihren gesamten Wasserbedarf aus den Pflanzen (vor allem Sukkulenten) decken, die sie fressen.

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