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Johannesburg

Johannesburg wird vom Volk der IsiZulu auch IGoli genannt, was soviel wie „Die goldene Stelle“ bedeutet. Die IsiXhosa nennen die Stadt IRhawutini. Johannesburg ist die Hauptstadt der Provinz Gauteng in Südafrika. Woher der Name der Stadt stammt ist umstritten. Es wird vermutet, dass die Stadt ihren Namen von einem Niederländer Namens Johannes erhielt. In der Stadt leben mehr als 3,2 Millionen Menschen. Damit ist Johannesburg die größte Stadt und Metropolregion Südafrikas. Dennoch ist die Landeshauptstadt Pretoria.


Johannesburg liegt im Osten des südafrikanischen Zentrums, welches auch Highveld genannt wird. Die Stadt liegt im Durchschnitt auf rund 1.800 m über NN. Johannesburg ist einer der größten Städte, die nicht am Meer, an einem Fluss oder einem anderen Gewässer liegen.


In der Stadt ist es in der Regel sonnig und meistens trocken. Im Zeitraum von Oktober bis April kann es allerdings häufig zu Gewittern und Regenschauern kommen. In den Sommermonaten beträgt die Durchschnittstemperatur circa 26 °C. Auch im Winter ist es in Johannesburg tagsüber mit 18 °C bis 20 °C angenehm warm. Nachts kann es allerdings auch frieren. Wenn es in der Gegend regnet, dann nur im Sommer.


Die Einwohnerzahl der Stadt stieg im Zeitraum von 1998 bis 2003 um über 22 Prozent. Eine der größten Bevölkerungsgruppe, die in Johannesburg leben, sind die bantu-stämmigen Afrikaner. Sie machen circa 73 Prozent der Bevölkerung aus. In der Stadt leben außerdem circa 16 Prozent Weiße, 6 Prozent Farbige und 4 Prozent Inder. Über 40 Prozent der Einwohner sind unter 24 Jahre alt. Mit 6 Prozent sind die über 60 jährigen in Johannesburg eine Minderheit.

Auffällig ist auch, das nur 8 Prozent der Einwohner in Johannesburg Afrikaans sprechen, im Gegensatz dazu aber 19 Prozent Englisch.


Fast 90 Prozent der Haushalte in Johannesburg verfügen über fließendes Wasser. Allerdings haben nur 80 Prozent einen Anschluss an das Stromnetz. 22 Prozent der Menschen in der Stadt leben in Baracken oder Notunterkünften.

Johannesburg ist kein klassisches Besuchsziel für Touristen. Die Stadt wird häufig durchkreuzt auf dem Weg nach Durban, Kapstadt, den Krüger Nationalpark und den Pilanesberg National Park. Gleichwohl verströmt die Stadt ihren eigenen Reiz und bietet einige interessante Sehenswürdigkeiten.


Die Cradle of Humankind oder auch „Die Wiege der Menschheit“ genannt, befindet sich circa 25 km nordwestlich von Johannesburg. Sie zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Besonders sehenswert sind auch die Sterkfontein Höhlen, die für ihre dort entdeckten Fossilien weltberühmt sind. Die Fossilien stammen von Vorfahren der Gattung Homo. Unter den Fossilien wurde ein Australopithecus africanus gefunden. Dabei handelt es sich um das älteste und vor allem vollständige vormenschliche Skelett. Das „Kind von Taung“, ist das erste gefundene Fossil dieser Art. Es kann in einem Besucherzentrum in Johannesburg besichtigt werden.


Familien kommen nicht drum herum den Gold Reef City Vergnügungspark zu besuchen. Der Park liegt südlich der Innenstadt und wurde rund um die so genannte Crown Mine, dem Schacht Nummer 14 aufgebaut. Dort kann unter anderem die circa 200 m tiefe Goldmine besichtigt werden, die eine Vorstellung vom Leben und der Arbeit, der Minenarbeiter vermittelt.


Eine weitere Sehenswürdigkeit Johannesburgs ist das Carlton Centre, das mit 50 Etagen und einer Höhe von 220 m, das höchste Bauwerk von ganz Afrika ist. Von dort aus haben die Gäste einen wunderbaren Blick auf die Innenstadt und die Umgebung.


In Newtown befindet sich das ehemalige Marktgebäude, in dem seit 1976, das Market Theatre und das Museum Africa untergebracht sind. In diesem Gebäude gibt es mehrere Restaurants, einen sehr empfehlenswerten Jazzclub, diverse Bars, zwei Galerien und drei Theater. An jedem Sonntagmorgen wird dort außerdem ein Flohmarkt veranstaltet.


Um von einem Ort zum nächsten zu gelangen bedienen sich viele Touristen eines Taxis. In Johannesburg gibt es zwei verschiedene Arten von Taxis. Einmal die gewöhnlichen Taxen wie sie auch in Deutschland bekannt sind und die so genannten Minibus Taxen oder auch Black Taxi genannt. Taxifahrer dürfen in Johannesburg keine Fahrgäste mitnehmen, die am Straßenrand stehen. Wer mit einem Taxi fahren möchte muss den Taxifahrer an den gewünschten Startort bestellen. Die Black Taxis sind keine gewöhnlichen Taxen, sondern können eher betrachtet werden wie Busse ohne Fahrplan. Bei den Einwohnern von Johannesburg sind die Minibus Taxen gefürchtet, weil die Taxifahrer der Black Taxis meistens ohne Führerschein fahren. Diese Art der Fortbewegung wird meistens nur von Menschen aus der armen Schicht gewählt. Zumal die Busse in einem schlechten Zustand und häufig überfüllt sind. Die gewöhnlichen Taxen wie sie auch in Deutschland verkehren, werden nur von den Mittelständlern oder Reichen verwendet.


Neben vielen schönen Orten und Sehenswürdigkeiten gibt es in Johannesburg auch viele interessante Menschen. In der Stadt lebten viele interessante Persönlichkeiten wie Mahatma Gandhi, der Menschenrechts- und Unabhängigkeitskämpfer, der von 1893 bis 1915 in Johannesburg lebte. Nelson Mandela war der erste schwarze Präsident Südafrikas und lebte im Ortsteil Houghton. Desmond Tutu lebte im Ortsteil Soweto in Johannesburg. Er ist anglikanischer Erzbischof und Friedensnobelpreisträger. Heute lebt er in der Mutterstadt Kapstadt.


Der bekannte Rockmusiker Manfred Mann wurde in Johannesburg geboren. Tanja Mairhofer, die österreichische Fernsehmoderatorin und Schauspielerin ist ebenfalls in der Stadt geboren. Weitere Söhne und Töchter der südafrikanischen Stadt sind die Golflegende Gary Player, der US amerikanische Schauspieler Basil Rathbone, Janet Suzman eine südafrikanische Schauspielerin, der Astronaut und Testpilot Michael Melvill und viele andere.

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