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Bischof Desmond Tutu

 

Desmond Tutu wurde am 7. Oktober 1931 in Klerksdorp in der Nähe von Johannesburg geboren. Er ist die bekannteste geistliche Persönlichkeit in Südafrika. Im Jahre 1984 erhielt er für sein Eintreten für die Unterdrückten und seine mutige Anprangerung des Apartheid-Regimes den Friedensnobelpreis. Von 1986 bis 1996 war er anglikanischer Erzbischof von Kapstadt als erster schwarzer Südafrikaner. Sein voller Name ist Desmond Mpilo Tutu. Von seinen Freunden und Bewunderern wird er gerne liebevoll “The Arch” , abgeleitet von Englisch archbishop für Erzbischof, genannt.

Desmond wurde als zweites von insgesamt drei Kindern geboren. Sein Vater war ein Schullehrer, seine Mutter arbeitete als Putzfrau und Köchin in der Schulküche einer Blindenschule. Als Desmond 12 Jahre alt war, zog seine Familie nach Johannesburg, ins damalige Getto für Schwarze, Sophiatown. Dort beeindruckte ihn die Begegnung mit einem weißen Priester tief, der auf der Straße seinen Hut vor seiner Mutter, einer einfachen Frau, zog. Solch ein Verhalten war für die damalige Zeit absolut ungewöhnlich. Desmond wollte gerne Medizin studieren und Arzt werden. Da seine Familie aber in ärmlichen Verhältnissen lebte, konnten sie sein Studium nicht finanzieren. Stattdessen begann er eine Ausbildung als Schullehrer, um in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Er studierte am Pretoria Bantu Normal College von 1951-53 und war anschließend in und um Johannesburg als Lehrer tätig. Als der Bantu Education Act in Kraft trat, der die Bildungsmöglichkeiten für schwarze Südafrikaner stark einschränkte, kündigte er aus Protest und wandte sich dem Studium der Theologie am St. Peter’s Theology College in Rosettenville zu, wo er 1960 seine Ordination als anglikanischer Priester erhielt. Von 1962-66 weilte er am King’s College in London, wo er seinen Abschluss als “Master” in Theologie machte.

Er kehrte nach Südafrika zurück und wurde Lehrer für Theologie an der Universität Fort Hare. In seinem Unterricht machte er auf die misslichen Lebensumstände der afrikanischen Bevölkerung aufmerksam. Desmond Tutu kehrte 1972 abermals nach Großbritannien zurück. Dort hatte er bis 1975 eine leitende Funktion in einem theologischen Institut inne. Bei seiner abermaligen Rückkehr nach Südafrika wurde er als Dekan der St. Mary Kathedrale in Johannesburg berufen. Er war der erste schwarze Südafrikaner, der diese Position innehatte. 1976 wurde er als Bischof von Lesotho eingesetzt. Diese Position hatte er bis 1978 inne, als er zum ersten schwarzen Generalsekretär des südafrikanischen Kirchenrats gewählt wurde. Dieses Amt hatte er bis 1985, als er als anglikanischer Erzbischof von Johannesburg eingesetzt wurde. Im Jahr darauf wurde er Erzbischof von Kapstadt. Dieses Amt hatte er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahre 1996 inne.

In all dieser Zeit kämpfte Desmond Tutu unermüdlich gegen das Unrechtsregime der Apartheid. Er verkörperte das Gewissen Südafrikas und nutzte seine hohe geistliche Würde, die ihn gewissermaßen unangreifbar machte, um die Missstände im Land anzuprangern und Veränderungen zu fordern.

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