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Der Krüger Nationalpark

Der Krüger Nationalpark ist das größte Wild- und Naturschutzgebiet in Südafrika und zählt zu den größten des Kontinents. Der Park liegt im Nordosten Südafrikas und erstreckt sich in die Provinzen Mpumalanga und Limpopo. Das Gebiet reicht vom Krokodilfluss, der sich im Süden befindet, bis zum Limpopo im Norden. Der Krüger Nationalpark ist circa 20.000 km² groß.

 

Der Park hieß ursprünglich Sabie Game Reserve und wurde am 26. März 1898 durch den Präsidenten Paul Kruger (ausgesprochen Krüger) gegründet. Im Jahre 1926 bekam das Schutzgebiet den Status Nationalpark und wurde umbenannt in den Krüger Nationalpark.

 

In diesem Wildreservat leben fast 150 verschiedene Säugetierarten, inklusive der so genannten Big Five. Damit sind die Elefanten, Löwen, afrikanische Büffel, Leoparden und Breitmaulnashörner gemeint. Des Weiteren haben rund 500 Vogelarten und 114 Reptilienarten ein Zuhause im Krüger Nationalpark gefunden.

 

Der Krüger Nationalpark ist zwar einer der größten Wild- und Naturschutzgebiete des afrikanischen Kontinentes, allerdings wanderten viele Tiere, während der Trockenzeit, in die westlichen Gebiete die an den Park grenzen aus. Infolgedessen wurde 1961 der Westteil des Parks abgezäunt und 1975 auch die Ostseite. Im Westen des Parks befinden sich viele Privat – Schutzgebiete. Viele der Zäune der Privatgebiete wurden entfernt, um den Tieren des Parks mehr Bewegungsfreiheit zu erlauben.

 

Im Nordosten wurden die Zäune an der Grenze zu Mosambik vor Kurzem entfernt. Dadurch wird den Tieren die Bewegung bis in den angrenzenden Limpopo Nationalpark ermöglicht. Durch diese Aktion soll ein Grenzen übergreifender Park, mit dem Namen Great Limpopo Transfrontier Park, geschaffen werden.

 

Zwischen den einzelnen Parkteilen wurden neue Grenzübergänge errichtet, um den Besuchern des Krüger Nationalparks den Parkwechsel nach Mosambik zu gestatten.

 

Viele Tiere des Parks sollten in den Limpopo Nationalpark umgesiedelt werden. Dazu zählen unter anderem Giraffen, Büffel, Zebras und Elefanten. Allerdings sind viele Elefanten wieder zurück nach Südafrika gewandert. Es wird also vermutlich noch einige Jahre dauern bis der Wildbestand in Mosambik wächst.

 

Ursprünglich lebten im heutigen Krüger Nationalpark die San. An einigen Stellen können auch heute noch ihre Felsmalereien betrachtet werden. Der Volksstamm wurde um 400 n. Chr. durch die schwarzen Hirtenvölker verdrängt. Anfang des 19. Jahrhunderts kamen die Buren in das Gebiet. Sie gründeten den Oranje Freistaat und die Provinz Transvaal, die heute einen Teil des Parks darstellt. Auch die Weißen lebten in diesem Gebiet, viele Tiere fielen ihnen zum Opfer.

 

Der so genannte Volksraad (Südafrikanische Republik) beschloss aus diesem Grund die Jagd im heutigen Krügerpark zu verbieten. Damit sollte nicht die ursprüngliche Wildnis, so wie es heute ist geschützt werden, sondern das Wild was gejagt wurde. 1889 war ein Großteil der Tiere trotzdem nahezu gänzlich verschwunden. Aus diesem Grund beschloss der Volksraad ein Schutzgebiet, das Pongola Reserve, zu errichten. Dieses Gebiet lag damals an der Südgrenze zu Swaziland. Das Volk, darunter Jagdvereinigungen, Privatpersonen und öffentliche Einrichtungen forderten ein Schutzgebiet, im Osten der Provinz Transvaal.

 

Die Forderung wurde von Paul Kruger anerkannt. Er war damals der Präsident der Republik Transvaal. Im Jahre 1898 wurde zwischen dem Sabie und Krokodile River ein 2.500 km² großes Schutzgebiet errichtet, das so genannte Sabie Game Reserve. Dieses Gebiet ist der Ursprung des heutigen Krüger Nationalparks.

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