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Die Tswanga gehören zur Gruppe der Sotho

 

Die Tswanga leben im Nordosten Südafrikas. Sie bilden den eher westlichen Zweig der Sotho und gehören wahrscheinlich zu den ältesten Einwanderergruppen in Südafrika.

In den Jahren von 1823 bis 1832 entwickelten sich zwischen dem Sothoreich, den Matabele und den Tswanga heftige Auseinandersetzungen und erst als um 1836 die Bureninvasion dem Ende zuging, bekamen die Tswanga Teile aus ihrem früheren Siedlungsbesitz in Form von Reservaten zurück. Die Tswanga leben seit Mitte des 19. Jahrhunderts unter britischer Kolonialherschaft, wobei die Ost-Tswanga des Transvaal seit dem Jahr 1972 als selbstverwaltet lebten. Im heutigen Botswana war die wichtigste soziale Verbindung eine Art lokale Gruppe, bei der mehrere verwandte Familien von dem Familienvorstand der ältesten Familie geleitet wurden und entsprechend zusammenlebten.

Die Tswana passten sich ihrem natürlichen Lebensraum an und widmeten sich der Viehzucht und dem Anbau von Hirse, Mais und Erdnüssen. In der heutigen Zeit ist das allerdings nicht mehr so üblich und ein großer Teil der Tswana-Männer arbeitet in der Minenwirtschaft oder ist als Saisonarbeiter in den großen Städten angestellt. Der andere Teil widmet sich immer noch der Rinderzucht, denn dies ist eine Art Statussymbol und gehört zudem zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Botswana.

Die Tswana leben in runden Hütten, deren Hauswände nicht bemalt, sondern mit wunderschönen geritzten Lehmmustern verziert sind und ihre Sprache nennt man Setswana. Die meisten Tswana leben in Südafrika – in Simbabwe und Namibia. International schätzt man diese Bevölkerungsgruppe auf circa vier Millionen.

Wer als Tourist einen Einblick in das Leben der Tswana erhaschen möchte, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen und Lotamoreg Dam and Cultural Village in der Nähe von Mafikeng besuchen. Denn hier wird Ihnen ein Stück Tswana-Lebensweise präsentiert. Wer noch mehr über die Geschichte und das Leben der Tswana erfahren möchte, dem bietet sich ein Besuch im Tswana-Museum im Kadishwene/Kureechane Reserve an.

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