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Die San – nur wenige leben noch traditionell

 

Die Bevölkerungsgruppe der San gilt als Ureinwohner Namibias. Sie nennen sich selbst Ju/ hoansi oder Kung. Der Name San, wurde diesen Eingeborenen von den Khoi Khoi, deren Namen „wahre Menschen“ bedeutet und die Nutztiere halten, gegeben. Diese wollen sich so von den San, deren Name mit „Fremde“, erklärt wird, die nicht sesshaft sind und zu den Jägern und Sammlern gehören, bewusst absetzen. Die Ju/ hoansi sind auch als Buschleute, Buschmänner, Basarwa oder Khwe bekannt. Die Angehörigen anderer ethnische Gruppen fassen die Minderheiten der San und Khoi Khoi im Sammelnamen Khoisan zusammen.

San sind körperlich mit etwa 1,40 bis 1,60 Metern recht klein und werden oft, fälschlicherweise, als Pygmäen angesehen und haben eine gelbliche Hautfarbe. Wie genetische Untersuchungen zeigen, zählt die DNS der San zur Wurzel des menschlichen Stammbaums. Quellen und Forschungsergebnisse legen eine erste Besiedlung des südlichen Afrikas durch die San auf etwa 10.000 bis 25.000 Jahre, vor unserer Zeitrechnung fest.

Da die San ein friedliches Volk sind, ließen sie sich im Lauf der Jahre von den Khoi Khoi-Gruppen und ab dem 15. Jahrhundert von den Bantu-sprechenden Gruppen immer weiter in wüstenähnliche Gegenden abdrängen. Im Jahre 1652, als Kapstadt gegründet werden sollte, wurden von den Niederlanden, bis zum Jahre 1830, regelmäßig Vernichtungszüge gegen die in der Kap-Region lebenden, etwa 200.000 San geführt. Die Überlebenden, denen eine Flucht in die Kalahari-Wüste nicht gelang, wurden als Sklaven auf die dortigen Farmen der Europäer verkauft. 1904, im Anschluss an den Krieg gegen die Herero, an denen sich auch deutsche Schutztruppen beteiligten, gingen diese ähnlich mit ihren Gefangenen um. Nur in Botswana konnte eine systematische Verfolgung der San, durch Europäer, verhindert werden. Bis zum Jahr 1990 wurden etwa 3.000 San, wegen ihrer guten Ortskenntnisse, von der südafrikanischen Armee, als Fährtensucher gegen die Unabhängigkeitsbewegung, der SWAPO, eingesetzt. Auch die portugiesischen Kolonialherren setzten die San so ein. Nach der Unabhängigkeit Angolas wurden die San, aus diesen Gründen, aus den betreffenden Gebieten vertrieben.

Die meisten San leben im Jahr 2010 in Namibia in der Region Omaheke, meist als Hilfskräfte in der Landwirtschaft. Sie zogen sich im Lauf der Jahre, in denen sie immer wieder verfolgt wurden, auf das ursprüngliche Land der Herero zurück. In der heutigen Zeit gehören die San leider zu einer immer weiter schwindenden Minderheit. Es gibt sogar Aufzeichnungen, nach denen im südlichen Afrika nur noch 100.000 San, mit stätig sinkender Tendenz, leben sollen. Nur wenige davon leben auf die traditionelle Art.

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