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Wale

 

Wie berechtigt der Werbespruch des südafrikanischen Tourismusbüros “Eine Welt in einem Land” ist, zeigt sich an der Artenvielfalt der südafrikanischen Tierwelt. Hier findet man nicht nur die typischen afrikanischen Tiere wie Elefanten. Löwen, Nashörner und Krokodile, die man auch in anderen afrikanischen Ländern wie Kenia oder Tansania beobachten kann, sondern Tiere, die man normalerweise nicht mit Afrika in Verbindung bringt. Dazu gehören beispielsweise Pinguine, Robben und auch Wale.

waleEs ist noch relativ wenig bekannt, dass Südafrika ausgezeichnete Bedingungen für das Beobachten von Walen bietet. Die beste Jahreszeit dafür sind der Winter und das Frühjahr, d. h., die Monate Juli bis Dezember. Die besten Gelegenheiten zum “whale watching” hat man an der Südküste des Landes, von Port Elisabeth im Osten bis nach Lamberts Bay im Westen entlang der berühmten Garden Route. Dort hat man die weltweit besten Beobachtungsmöglichkeiten von Land aus, übrigens nicht nur für Wale, sondern auch für Weiße Haie. Woanders, beispielsweise in Kalifornien, müssen Touristen erst stundenlang in kleinen Booten aufs offene Meer hinausfahren. In Südafrika kann man in der Hochburg des Waltourismus, dem Städtchen Hermanus in der Provinz Western Cape, mit etwas Glück die Wale sogar vom Fenster des Speisesaals seines Hotels, das sich auf einer Steilklippe befindet, beobachten.

In den südafrikanischen Gewässern kommen mehrere Walarten vor. Die am häufigsten zu beobachtende Art ist der Südkaper oder “Südliche Glattwal”, auf Englisch “southern right whale”. Die Tiere tragen diesen Namen, weil sie “richtige” Wale sind, die wegen ihres hohen Fettgehalts nach dem Harpunieren an der Oberfläche schwammen und bequem von den Walfängern an Bord gehievt und zerlegt werden konnten. Außerdem macht der hohe Trananteil den Wal wertvoll und beliebt. So beliebt, dass die Tiere fast ausgerottet wurden. Gegen Mitte des vorigen Jahrhunderts sank ihr Bestand auf nur noch 200 –300 Exemplare ab. Nur durch konsequenten Artenschutz konnten diese wundervollen Tiere, die einen unvergleichlichen Anblick bieten, vor dem Aussterben bewahrt werden. Heute beträgt ihr geschätzter weltweiter Bestand wieder 7.000 Exemplare, von denen etwa 2.000 regelmäßig in südafrikanische Küstengewässer kommen. Sie kommen dorthin aus den kalten antarktischen Gewässern, um sich zu paaren, zu kalben und zur Aufzucht ihrer Jungen. Die Wale bieten einen wahrhaft imposanten Anblick, den man zeit seines Lebens nicht wieder vergisst. Ausgewachsene Exemplare können eine Länge bis zu 18 Metern erreichen mit einem Durchschnittsgewicht von 50 Tonnen. Es wurden aber auch schon Tiere mit einem Gewicht bis zu 80 Tonnen gefangen. Schon die Kälber sind bei der Geburt 6 Meter lang und trinken täglich bis zu 600 Liter Muttermilch.

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