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Marakele-Nationalpark

 

Dieser junge Nationalpark befindet sich in Südafrikas nördlichem Landesteil, der Limpopo Provinz. Er liegt etwa 250 km nördlich von Johannesburg unweit der Stadt Thabazimbi. Der Marakele-Nationalpark wurde im Jahre 1994 gegründet. Anfangs wurde er Kransberg-Nationalpark genannt. Auf Anregung der örtlichen Bevölkerung wurde er später in Marakele-Nationalpark umbenannt. Dieses Wort heißt in der Sprache der Tswana “Zufluchtsstätte”. Eine sehr zutreffende Bezeichnung – beherbergt der Nationalpark doch eine große Zahl von Wildtieren in vielen verschiedenen Arten. Dieser Wildreichtum liegt darin begründet, dass sich der Park in der Übergangszone zwischen den trockeneren westlichen Teilen des Landes und den regenreicheren östlichen Gebieten befindet. Neben der Möglichkeit zur Wildbeobachtung bietet der Nationalpark herrliche Aussichten auf großartige Berglandschaften, tiefe Täler und sanfte grüne Hügel – eine Wohltat für Augen und Seele.

Ein Besuch in diesem Park wird für jeden eine unvergessliche Erfahrung sein. Besonders eindrucksvoll ist der Anblick der Zykadeen und Baumfarne, die eine Höhe von bis zu 5 Metern erreichen können. Diese lebenden Fossilien aus der Zeit der Dinosaurier fallen in der Landschaft sofort ins Auge. Beim Anblick dieser Relikte der Vorzeit braucht man nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass eines der urzeitlichen Reptilien im Dickicht bewegt. Nun, Dinosaurier gibt es im Marakele-Nationalpark natürlich nicht (wahrscheinlich zum Glück), aber afrikanisches Großwild ist reichlich vertreten. Es gibt eine große Elefantenpopulation im Park. Besucher haben auch gute Chancen, beide Nashornarten, das Breitmaul- und das Spitzmaulnashorn zu sehen. Löwen, Leoparden, gefleckte und braune Hyänen sind ebenfalls im Park vertreten. Aber nicht nur die großen Tiere sind es wert, beobachtet zu werden. Der Park ist die Heimat der weltgrößten Brutkolonie von Kapgeiern. Über 800 Brutpaare wurden bisher gezählt. Diese eindrucksvollen Greifvögel kann man überall im Park sehen. Daneben leben zahlreiche Antilopenarten im Park, unter ihnen Kudu, Impala, Eland und viele kleinere Arten. Die beiden im Park vorkommenden Affenarten sind Grüne Meerkatzen und Pavian.

Die Affen halten sich gerne in der Nähe der Zeltlager auf. Auch wenn diese Tiere auf den ersten Blick possierlich wirken, sollte man sie keinesfalls füttern, da sie sonst die Scheu vor den Menschen verlieren und sehr aggressiv werden können. Wenn man einmal das Gebiss eines Pavians genauer betrachtet hat, weiß man, wie gefährlich das Tier sein kann. Das Füttern der Tiere führt dazu, das Besucher belästigt und bestohlen werden und im Interesse der Sicherheit der Touristen das betreffende Tier getötet werden muss. Besucher sollten beachten, dass es im Park keine Tank- oder Einkaufsmöglichkeiten gibt. Die nächsten Gelegenheiten dafür befinden sich in Thabazimbi. Der Park ist frei von Malaria.


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