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Louis Botha

 

Louis Botha wurde am 27. September 1862 in Greytown, Südafrika, in der heutigen Provinz Kwazulu-Natal, geboren. Seine Familie war sehr kinderreich, er hatte 12 Geschwister. Als Repräsentant des Bezirks Vryburg wurde er 1897 Mitglied des Parlaments der Burenrepublik Transvaal. Schon zwei Jahre später kämpfte er als General im 2. Burenkrieg. Folgend dem Tode von P.J. Joubert wurde er Oberbefehlshaber der Buren in Transvaal, wo er seine militärischen Fähigkeiten in zahlreichen Gefechten unter Beweis stellte. Ein eindrucksvolles Zeugnis seiner Fähigkeiten war die kurzzeitige Gefangennahme Winston Churchills am 15. November 1899 beim Überfall auf einen britischen Panzerzug. Winston Churchill wusste nicht, wer in gefangen genommen hatte, bis er Louis Botha 1902 in London wieder traf als dieser um Kredite für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Südafrikas bat. Diesen interessanten Umstand erwähnt Winston Churchill in seinem Buch My early life”. Nach dem Fall Pretorias führte Louis Botha gemeinsam mit Koos de la Rey und Christiaan de Wet einen Guerillakrieg gegen die Briten, der bis zum Ende des Krieges andauerte.

Nach dem Krieg repräsentierte er seine Landsleute bei den Friedensverhandlungen in London und war ein Unterzeichner des Friedensvertrags von Vereeniging. Er war um eine Aussöhnung zwischen Briten und Buren bemüht und es gelang ihm, Geldmittel zu sichern, um den Wiederaufbau des Transvaal zu finanzieren und das Land zu seinem alten Wohlstand und Reichtum zurückkehren zu lassen. Wegen seiner Kriegstaten und seines hohen Ansehens galt er als Repräsentant der Buren und wurde 1907 Premierminister von Transvaal. Zusammen mit Jan Smuts, einem anderen Helden des Burenkriegs, gründete er 1911 die South African Party (SAP), die bis 1948 Regierungspartei blieb. Von einigen jedoch wurde er als zu Briten-freundlich angesehen und die National Party (NP) unter Hertzog formte sich als Opposition. Als Südafrika 1910 von Großbritannien seine Unabhängigkeit erhielt, wurde er als erster Premierminister der Südafrikanischen Union gewählt.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs sandte er Truppen nach Südwest-Afrika, um es den Deutschen zu entreißen. Dieser Schritt erregte den Unmut vieler Buren, die nur wenige Jahre zuvor gegen die Briten gekämpft hatten und mit den Deutschen sympathisierten. Sie starteten eine Rebellion, die aber niedergeschlagen wurde. Am Ende des Ersten Weltkriegs war Louis Botha an den Verhandlungen des Friedensvertrags von Versailles beteiligt. Er plädierte für mildere Bedingungen für die Deutschen, konnte sich aber nicht behaupten. Trotzdem unterzeichnete er den Vertrag. Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb General Louis Botha am 27. August 1927 an Herzversagen.

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