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Giraffen

 

Zu den eindrucksvollsten Erscheinungen der vielfältigen Fauna Südafrikas gehören die Giraffen. Selbst kleine Kinder assoziieren das Erscheinungsbild der Giraffen mit dem Kontinent Afrika. Die Tiere bieten einen majestätischen Anblick, wenn eine Herde langsam äsend durch den Busch zieht. Auch wenn in unserer modernen und technisierten Zeit die meisten Menschen diese Tiere schon viele Male im Fernsehen oder Kino oder giraffenauch im Zoo gesehen haben, ist es doch etwas ganz anderes, wenn man sie live erleben kann. Die Atmosphäre des afrikanischen Buschs, wie man ihn z. B. im Krügerpark findet, kann man nicht nachvollziehen, das muss man selbst erlebt haben. Beim Anblick der Giraffen fühlt man sich unwillkürlich in längst vergangene Erdzeitalter versetzt, da die Tiere einen urtümlichen Eindruck machen, so als kämen sie direkt aus dem Tertiär, der Braunkohlenzeit. Verbunden mit der grenzenlosen Weite der Savanne, der flirrenden Hitze, den vielfältigen Düften und dem Gezwitscher der Vögel und Zirpen der Zikaden ist das eine unvergessliche Erfahrung, eben Afrika pur erleben.

Die Giraffe ist das höchste landbewohnende Säugetier. Ausgewachsene Männchen können bis zu 6 m hoch werden. Die Weibchen bleiben etwas kleiner. Entsprechend ihrer Größe sind die Tiere auch ziemlich gewichtig. Erwachsene Bullen können fast 2 Tonnen schwer werden. Die Giraffen sind ein Wunder der Evolution. Trotz seiner enormen Länge wird der charakteristische Hals durch nur 7 Wirbel gestützt, genau so viele wie bei jedem anderen Säugetier. Diese Wirbel sind allerdings stark verlängert. Im Vergleich zum menschlichen Körper muss das Herz der Giraffe Schwerstarbeit verrichten, da ja auch die weit entfernten Körperextremitäten mit Blut und somit Sauerstoff versorgt werden müssen. Die Muskulatur des Halses ist sehr kräftig, er wird übrigens nur von einer Sehne gehalten. Da der Hals wenig biegsam ist, hat die Natur den Tieren einen eigenen Insektenschutz gegeben. Das Fell sondert Stoffe aus, die zwar unangenehm riechen, aber hemmend auf das Wachstum von Bakterien und Pilzen wirken. Einige dieser Stoffe sind sogar so stark, dass sie selbst auf Zecken abschreckend wirken.

Heute kommen Giraffen nur noch in Ländern südlich der Sahara vor. Die Bestände in Nordafrika wurden schon vor langer Zeit ausgerottet, weil sie z. B. von den Römern bei ihren grausamen Zirkusspielen abgeschlachtet wurden. Auch in den Ländern südlich der Sahara wurden die Bestände durch Jagd stark dezimiert, obwohl die Tierprodukte kaum kommerziell verwendbar sind. Es ging lediglich darum, das Ego einiger reicher Großwildjäger zu befriedigen, die daheim mit ihren Trophäen protzen wollten. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Dank umfangreicher Schutzmaßnahmen haben sich die Giraffenbestände gut erholt und die Tiere gelten nicht mehr als gefährdet.

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