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Flusspferde

 

Obwohl Flusspferde auf jeden Fall zum Großwild gehören, zählen sie nicht zu den berühmten “Big 5″ . Ein ausgewachsener Flusspferdbulle kann ein Gewicht bis zu 4 Tonnen und eine Körperlänge von bis zu 5 m erreichen. Der Grund, warum sie nicht zu den Big 5 gehören wird wohl darin liegen, dass sie einen Großteil ihrer Zeit im Wasser verbringen. Umgangssprachlich werden Flusspferde manchmal auch Nilpferde genannt, obwohl sie mit Pferden nichts zu tun haben. In Südafrika nennt man sie “Hippos” vom lateinischen Namen Hipopotamus. Neueste wissenschaftliche Forschungen haben gezeigt, dass die engsten Verwandten der Flusspferde die Wale sind.

Bildquelle: www.fotofeeling.de

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Auf den unerfahrenen Beobachter wirken Flusspferde plump und träge. Das ist aber ein Trugschluss. Wenn es erforderlich wird, können die Tiere sehr schnell sein. Viele wollen es nicht glauben, es ist aber eine unbestreitbare Tatsache, dass Flusspferde die gefährlichsten Großtiere Afrikas sind und die meisten tödlichen Unfälle verursachen. Schon tagsüber, wenn sie sich meist im Wasser aufhalten, kann es gefährlich werden, wenn ein Bootsfahrer oder Surfer einem alten Bullen oder einer Mutter mit Kalb zu nahe kommt. Dann greifen die Tiere unvermittelt mit großer Schnelligkeit und Kraft an und können auch ein stabiles Boot im Handumdrehen zerstören und die Insassen töten. Zwar würden sie die Menschen nicht fressen, da sie ja Pflanzenfresser sind, mit ihren Hauern können sie trotzdem mühelos tödliche Verletzungen zufügen. Darum ist es am besten, wenn man auf einer Tour in Flusspferdgebiet auf die Ratschläge der Einheimischen hört und von vornherein versucht, die Tiere zu meiden. Nachts kommen die Flusspferde ans Land zum Äsen. Dabei entfernen sie sich oft weit vom Wasser und nehmen natürlich keine Rücksicht. Da kann es schon mal passieren, dass vor dem Auto urplötzlich ein Flusspferd auf der Straße steht. Durch solche Situationen haben sich schon viele Unfälle ereignet. Dazu kommt noch, dass die Tiere auf ihren Wanderungen großen Schaden anrichten, Pflanzen und Umzäunungen niedertrampeln und Ernten zerstören. Wenn die Flusspferde an eine Pflanzung kommen, fressen sie nämlich auch lieber den Mais, das Zuckerrohr oder die Melonen anstatt des Grases.

Dieser Konflikt mit den Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensraum ist auch einer der Gründe dafür, dass der Bestand der Flusspferde insgesamt gefährdet ist, auch wenn er sich in einzelnen Nationalparks erholt. Zusätzlich schwindet auch der Lebensraum der Tiere, die ja auf Wasser angewiesen sind. Das verbleibende Wasser wird mehr und mehr für den Menschen und seinen Bedarf eingesetzt. Die Tiere werden zudem stark gejagt, nicht nur wegen ihrer Haut, aus dem das berühmte Nilpferdleder gemacht wird, sondern auch des Fleisches wegen. Die langen Hauer werden als Elfenbein verwertet.

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