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Shaka – Zulukönig mit weitreichender Militärmacht

 

Der Name Shaka kommt aus der Sprache der Zulu und erinnert daran, dass der Träger unehelich geboren wurde. Eigentlich trug Käferart den Namen, von der man annahm, dass sie die Regelmäßigkeit des weiblichen Zyklus störe.

Bis heute ist Shaka eine der bedeutendsten Figuren der Geschichte Südafrikas. Er wurde um 1787 in der Nähe von Melmoth als Sohn des Zuluhäuptlings Senzangakhona geboren und starb am 22. September 1828. Da sein Vater ihn nicht als Nachkomme anerkannte, verbrachte Shaka seine Kinder- und Jugendjahre gemeinsam mit seiner Mutter in der Verbannung bei entfernten Angehörigen des Stammes der Mthethwa. Der Ausgestoßene war nicht nur außerordentlich mutig, sondern beteiligte sich auch an der Entwicklung neuer Kriegstechniken. Dies gefiel Dingiswayo, dem Sohn des Häuptlings der Mthethwa und er nahm sich Shaka an und unterstützte ihn bei seinem Vorhaben, seinen Bruder Sieguyana zu stürzen und letzten Endes zu besiegen. Nach dem Sieg, übernam Shaka 1816 die Führung der abakwaZulu. Shakas Vater Senzangakhona starb 1816, und Dingiswayo installierte seinen Zögling als Häuptling der Zulu. Letzterer nutzte seine neugewonnene Macht, um sich blutig sowohl an den Zulu zu rächen, die ihn verstoßen hatten, als auch am Stamm seiner Mutter, bei dem er gleichermaßen als unwillkommen galt.

Der Stamm der Zulu zählte zu dieser Zeit etwa 1.500 Angehörige. Durch seine Kriegskunst, gepaart mit Skrupellosigkeit, herrschte Shaka zu Beginn des 19. Jahrhunderts schließlich über 250.000 Menschen und kontrollierte ein Gebiet mit einem Durchmesser von 2.000 Kilometern. Selbst gegen die Briten gewann er 1878 eine Schlacht.

Zu den Strategien, die der bekannteste und am meisten gefürchtete Krieger Afrikas entwickelte, gehört der Kriegsdienst für Frauen, eine neue Art des Nahkampfs sowie Neuerungen im Bereich Technik und Bewaffnung. Die Idee hinter all seinen Kriegshandlungen war die Ausrottung der männlichen Stammesmitglieder, gegen die er kämpfte. Die Frauen, Kinder und Besitztümer der besiegten Stämme wurden hingegen in den Stamm der Zulu integriert.

Aus der Vereinigung unzähliger zersplitterter Stämme entstand unter Shakas Herrschaft ein Königreich mit einer gemeinsamen Sprache. Die Zulu entwickelten eine Art Nationalgefühl, das sich in manchen Traditionen bis in die Gegenwart weiterpflanzt. So werden noch heute Stockkämpfe veranstaltet, deren Ausgang über das Gruppengefüge der jungen Männer entscheidet. Shaka, der auch der Schwarze Napoleon genannt wird, wird von den Zulu noch immer als Nationalheld gefeiert. An seinem Sterbeort findet jeweils im September der König-Shaka-Tag.

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