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Schlangen

 

Es gibt wohl nur wenige Tiere, die bei vielen Menschen solche negativen Emotionen hervorrufen wie Schlangen. Solche negativen Einstellungen sind aber zum großen Teil unberechtigt. Es gibt zwar zahlreiche giftige Schlangen, normalerweise meiden sie aber den Menschen. Zu den gefährlichsten Tieren Afrikas gehört übrigens keine Giftschlangenart, sondern die Anopheles-Mücke, der Überträger der Malaria. Dieser heimtückischen Krankheit fallen alljährlich mehr als eine Million Menschen in Afrika zum Opfer – das aber nur nebenbei bemerkt.

Da Südafrika überwiegend trockenes, warmes Klima besitzt, ist es ein Paradies für Schlangen. Die meisten davon sind harmlos und gehen dem Menschen aus dem Weg. Einige Arten jedoch sind zumindest vom Namen her auch in Europa ein Begriff. Die giftigste Schlange Südafrikas ist die Schwarze Mamba. Sie kann bis 2,50 m und im Extremfall bis zu 4,50 m lang werden und ist damit die größte Giftschlange Afrikas. Sie ist nicht pechschwarz, sondern dunkel gefärbt. Die Grüne Mamba lebt mehr in bewaldeten Gebieten. Sie ist kleiner als ihre Verwandte und nicht so aggressiv. Obwohl sie auch sehr giftig ist, beißt sie nur zögerlich. Eine wirklich sehr schöne Giftschlange ist die Boomslang. Sie ist von leuchtend grüner Farbe und in ganz Südafrika verbreitet. Zwar ist ihr Gift sehr stark, sie geht aber im Allgemeinen Störungen durch Menschen aus dem Weg und flieht eher, anstatt zu beißen. Zu den weitverbreiteten gefährlichen Giftschlangen gehört auch die Kap-Kobra. Sie ist von gelbbrauner Farbe und ein guter Schwimmer und Kletterer. Man findet sie oft in der Nähe von Gewässern. Eine andere Kobraart, die ebenfalls weit im Land verbreitet ist, heißt Rinkals oder Speikobra. Wenn sich diese Schlange bedroht fühlt, richtet sie den Oberkörper auf und kann Gifttröpfchen bis zu 2 m weit durch die Luft schleudern. Die meisten Schlangenbisse in Südafrika gehen auf das Konto der Puffotter. Diese auffällig gezeichnete Schlange ist nicht groß und aggressiv. Allerdings weicht sie auch den Menschen nicht aus. Wenn man versehentlich auf sie tritt, beißt sie mit ihren langen Giftzähnen zu.

Alle diese Beschreibungen sollen aber beileibe keine Horrorvorstellungen verbreiten. Im Grunde genommen ist die Wahrscheinlichkeit, von einer Giftschlange gebissen zu werden, viel geringer, als in einen Autounfall verwickelt zu werden. Obwohl es natürlich mehr Schlangen als in Deutschland gibt, wimmelt es nicht gerade von ihnen in Südafrika. Durch einige einfache Regeln kann man Begegnungen und somit gefährliche Konfrontationen von vornherein vermeiden. So sollte man bei Wanderungen im Busch stets festes Schuhwerk tragen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit bei den oft schwierigen Geländeverhältnissen. Man sollte außerdem niemals mit bloßen Händen in irgendwelche Erdlöcher, Höhlen oder Felsspalten greifen, weil man nie weiß, was einem dort erwartet.

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