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Christiaan Barnard

 

Christiaan Barnard, mit vollem Namen Christiaan Neethling Barnard wurde am 8. November 1922 in Beaufort West in der damaligen Kapprovinz in Südafrika geboren. Er war ein berühmter Herzchirurg, der internationales Ansehen genoss. Unter seiner Leitung wurde am 3. Dezember 1967 am Groote Schuur Hospital in Kapstadt die erste Herztransplantation weltweit durchgeführt. Der Patient überlebte den Eingriff um 18 Tage. Nach Nelson Mandela wurde Christiaan Barnard im Jahre 2004, als er bereits verstorben war, zum zweitbekanntesten Südafrikaner gewählt. Er starb 2001 in Paphos auf der Insel Zypern.

Christiaan Barnard stammte aus schlechten Verhältnissen. Sein Vater war ein armer Afrikaaner, der als Prediger tätig war. Er hatte insgesamt 4 Söhne. Christiaan besuchte genauso wie sein Bruder Marius die örtliche Highschool. Nach dem Abschluss seiner Schulzeit studierte er zunächst an der Universität Kapstadt Medizin. Später setzte er sein Studium an der Universität Minnesota fort. Den Großteil seiner chirurgischen Ausbildung erhielt er in den USA bei dem bekannten Herzchirurgen Clarence Walton Lillehei in Minneapolis. Dort wurden die neuesten Techniken der Herztransplantation, die sich noch im experimentellen Stadium befanden, erprobt. Christiaan Barnard kehrte 1958 nach Kapstadt zurück. Als Geschenk seiner amerikanischer Kollegen brachte er eine Herz-Lungen-Maschine mit. Zunächst arbeitete er als praktischer Arzt in Kapstadt und am Groote Schuur Hospital. Wegen seiner herausragenden Leistungen wurde er bald chirurgischer Assistenzarzt, gefolgt von der Position als Direktor des chirurgischen Forschungsbereichs der Universität Kapstadt. Im relativ jungen Alter von 40 Jahren wurde er zum Professor für Thoraxchirurgie ernannt. Insgesamt führte er fast 1.000 Herzoperationen durch, bei denen er verschiedene Techniken verwendete.

Die herausragendste Leistung seines Lebens, für die er für immer in die Geschichtsbücher einging, war die erste erfolgreiche Herztransplantation am 3. Dezember 1967 am Groote Schuur Hospital Kapstadt. Er war der Leiter des Transplantationsteams, das insgesamt 31 Mitglieder umfasste. Der Organspender war die 25-jährige Denise Davall, die bei einem Autounfall verstarb. Der Empfänger war Louis Washkansky. Die Operation verlief erfolgreich, da der Patient überlebte. Um Abstoßungsreaktionen des Körpers gegen das fremde Herz zu verhindern, wurde das Immunsystem des Patienten künstlich unterdrückt. Als Ergebnis davon starb er 18 Tage nach der Operation an einer Lungenentzündung. Unter den Mitgliedern des Transplantationsteams befanden sich ebenfalls der schwarze Südafrikaner Hamilton Naki, dessen Teilnahme damals aber aus politischen Gründen verschwiegen werden musste, sowohl als auch Marius, der Bruder von Christiaan Barnard. In den folgenden Jahren genoss Barnard die öffentliche Aufmerksamkeit, vergaß aber weder seinen Beruf noch seine Patienten. Die letzte Zeit seines Lebens verbrachte Barnard in Österreich. Sein Tod auf Zypern erfolgte während eines dortigen Urlaubs.

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