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Miriam Makeba

 

Miriam Makeba wurde am 4. März 1932 in der Township Prospect unweit Johannesburg geboren. Sie starb am 10. November 2008 in Castel Volturno in Italien. Sie war eine südafrikanische Sängerin, die öffentlich gegen die Apartheid kämpfte und sich gegen Rassentrennung und Diskriminierung wandte. Ihr Beiname war “Mama Afrika”. Seit 1960 lebte sie im Exil und kehrte erst 1990, nach dem Ende der Apartheid wieder nach Südafrika zurück.

Miriam Makeba wurde als Tochter eines Hausmädchens und eines Lehrers in ärmlichen Verhältnissen geboren. Ihre Laufbahn als Sängerin begann Makeba als Sängerin der Gruppen “Cuban Brothers” und “Manhattan Brothers” sowie als Gründerin des Trios “Skylarks”. Ihr internationaler Durchbruch kam durch eine kleine Rolle im Anti-Apartheid-Film “Come Back, Africa”. Anlässlich der Weltpremiere des Films erhielt sie die Gelegenheit, nach London zu reisen. Dort machte sie die Bekanntschaft von Harry Belafonte. Die Rückreise nach Südafrika wurde ihr verweigert und sie reiste mit der Unterstützung Belafontes in die USA, wo sie erste öffentliche Auftritte in Los Angeles und New York hatte. Schon 1963 verlangte sie in einer Rede vor der UNO den Boykott Südafrikas, um die Apartheid zu überwinden. Ihre Heirat mit dem schwarzen Bürgerrechtler und Black-Panther-Aktivisten Stokely Carmichael 1968 erregte großes Aufsehen, da zur damaligen Zeit auch in den USA Rassendiskriminierung weit verbreitet war. Um der Überwachung durch das FBI zu entgehen, wanderten sie und ihr Mann nach Guinea in Westafrika aus, wo sie bald enge Freunde des damaligen Präsidenten Ahmed Sékou Touré und seiner Frau wurden. Gegen Ende 1974 trat sie bei einem Großkonzert in Kinshasa, Zaire, anlässlich des Boxkampfes “Rumble in the Jungle” gemeinsam mit solchen musikalischen Größen wie B.B. King, James Brown, The Spinners und The Crusaders auf. Ihre Ehe zu Carmichael wurde 1973 geschieden.

Ihr größter musikalischer Erfolg war das Lied “Pata Pata”, das 1967 erschien. Dieses Lied kam in die US-Hitparade und brachte es auch in Deutschland bis auf Platz 14. Das Lied war in Xhosa, eine der einheimischen Sprachen in Südafrika, geschrieben. Andere bekannte Lieder waren der “Click Song” in Anspielung an die charakteristischen Klicklaute der Xhosa-Sprache und das Lied “Soweto Blues”. 1986 sang sie gemeinsam mit Paul Simon ein Duett und begleitete ihn ein Jahr später auf seiner Graceland-Tour. 1988 trat sie gemeinsam mit ihrem ersten Mann, Hugh Masekela, bei einem Konzert anlässlich des 70. Geburtstags von Nelson Mandela in London auf. Auf die persönliche Bitte Nelson Mandelas kehrte sie 1990 nach Südafrika zurück und lebte wieder in Johannesburg. 2005 nahm sie ihren Abschied von der Bühne. Ihr letzter Auftritt in Deutschland war 2006 beim 18. Afrika-Festival in Würzburg.
Bei einem Benefizkonzert am 9. November 2008 in Italien erlitt sie auf der Bühne einen Herzinfarkt und verstarb einen Tag später im Krankenhaus.

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