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Camdeboo-Nationalpark

 

Die Karoo ist eine der großartigen Landschaften, mit denen Südafrika so gesegnet ist. Sie erstreckt sich über Hunderte Kilometer im Süden des Landes, in der Kapprovinz und Eastern Cape. Die Karoo gehört zu den ältesten Landschaften der Erde und entstand schon vor mehreren Hundert Millionen Jahren. Aber auch hier steht die Entwicklung nicht still und der Einfluss des Menschen wird mehr und mehr spürbar. Um die Natur dieser urzeitlichen Landschaft zu bewahren, erklärte Südafrika im Jahre 2005 das Gebiet zum 22. Nationalpark des Landes. Das Herzstück des Parks bildet das ehemalige Karoo Naturreservat. Der neue Park wurde erheblich erweitert und bedeckt heute eine Fläche von mehr als 19.000 Hektar. Der Name Camdeboo Nationalpark wurde in einer öffentlichen Ausschreibung gewählt.

Der Park befindet sich unweit der Stadt Graaff-Reinet in der Eastern Cape Provinz. Kapstadt ist etwa 600 km entfernt und Port Elisabeth etwa 250 km. Obwohl der Park zu den jüngsten in Südafrika gehört, zählt die Landschaft, die er umschließt, zu den ältesten überhaupt. Freunde szenischer Panoramablicke werden diesen Park genießen. Es ist eine Erfahrung, die man in Mitteleuropa fast gar nicht mehr kennt: ein weites, freies, unverbautes Land ohne Autolärm, Häuser, Strommasten, Schornsteine oder Flugzeuge am Himmel, dafür aber mit Stille. Wenn man zur Mittagszeit sein Auto anhält und den Motor ausmacht, hört man nur das leise Rascheln des Grases, das sich im Wind wiegt und das Zirpen der Zikaden. Darüber wölbt sich ein Himmel von so tiefem Stahlblau, wie man es in Deutschland nicht findet. Das ist die beste Erholung, die es für gestresste Nerven gibt. Eines der besten Orte, um den Ausblick und die Natur genießen zu können, ist das “Valley of Desolation” (Tal der Einsamkeit). Es wurde bereits im Jahre 1939 zum nationalen Denkmal erklärt. Von dort öffnet sich ein herrlicher Rundblick auf die umliegenden Berge und auf die weite Ebene der Großen Karoo. Der höchste Gipfel liegt im Norden und gehört zur Gruppe der Sneeuberge (Schneeberge). Er heißt Kompassberg und ist mehr als 2.500 m hoch. Wie der Name bereits andeutet, sind die Berge im Winter (Juli/August) oft mit Schnee bedeckt. Im Park kann man auch Wild beobachten. Bis jetzt sind 43 Arten Säugetiere im Park nachgewiesen, darunter mehrere Antilopenarten. Von Zeit zu Zeit lassen sich auch Kap-Büffel und Kap-Bergzebras sehen. Auch Grüne Meerkatzen (Äffchen) und Erdmännchen findet man häufig. An heißen Sommertagen lädt der mehr als 1.000 qm große Nqweba-Staudamm zur Abkühlung ein. Dort sind Angeln, Bootfahren, Baden und Windsurfen gestattet. Übernachtungsmöglichkeiten der verschiedenen Kategorien findet man in Graaff-Reinet.


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