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Kimberley

 

Kimberley ist die Haupstadt der Provinz Nordkap im Norden von Südafrika und hat etwa 185.000 Einwohner. Die Stadt liegt in der Nähe der Flüsse Vaal und Oranje, an der Grenze zur Provinz Freistaat. Kimberley ist 1877 nach dem britischen Kolonialminister Earl of Kimberley benannt worden. Vorher hieß sie New Rush, passend benannt nach dem rasanten Zuzog von Menschen, die dem Diamantenrausch verfallen waren. 1867 fand ein Junge den ersten Diamanten in der Gegend, in der Kimberley schließlich entstand, und schenkte ihn seiner Schwester. Als wenig später der Fund weiterer Diamanten bekannt wurde, zogen zehntausende Menschen in die Region.

Auf Colesberg Koppie fand man die meisten Diamanten und begann schließlich fieberhaft in die Tiefe zu graben. So entstand das „Big Hole“, ein gewaltiges, von Menschenhand geschaffenes Loch, in dem bis 1914 nach Diamanten gegraben worden ist. Vom Rathaus aus fährt eine historische Straßenbahn regelmäßig zum „Big Hole“. Es gilt als eines der größten Löcher, das von Menschenhand geschaffen wurde. Sein Durchmesser beträgt 460 Meter und die Schächte reichen über 1000 Meter tief. Der heutige Krater ist ein Stück weit mit Wasser gefüllt. Von einer Aussichtsplattform kann man die Ausmaße des Lochs am besten bewundern und immerhin etwa 200 Meter in die Tiefe blicken. Zusätzlich kann man sich in einem naheliegendem Museum über die Geschichte von „The Big Hole“ informieren. Die auf dem Diamantenmarkt weltweit führende Firma „De Beers“ begann ihre Geschichte in Kimberley. Bis heute werden in Kimberley Diamanten abgebaut, allerdings macht dies nur noch einen kleinen Teil der Wirtschaftsleistung aus. Der Tourismus spielt inzwischen ebenfalls eine Rolle für die Stadt Kimberley, die als „Diamantenhauptstadt“ bekannt ist.

In Kimberley gibt es deutliche Temperaturunterschiede im Sommer und im Winter, allerdings fallen die Temperaturen im Winter äußerst selten unter null Grad und sind tagsüber zumeist zweistellig. Grundsätzlich fällt das ganze Jahr über wenig Niederschlag, doch in den Wintermonaten von Juni bis August ist es am trockensten. Im Sommer können die Temperaturen auf bis zu 40 Grad steigen.

Die größte Attraktion der Stadt ist ohne Zweifel „The Big Hole“. Das zugehörige Museum bietet neben einem Einblick in restaurierte, historische Gebäude auch eine Sammlung roher, ungeschliffener Diamanten an. Außerdem werden einige Modelle besonders berühmter Diamanten ausgestellt. Wer sich für die Verarbeitung von Diamanten interessiert, bekommt in diesem Museum die Gelegenheit, den Arbeitsprozess nachzuvollziehen. In der Umgebung von Kimberley besteht weiterhin die Möglichkeit, an Führungen durch Diamantenminen teilzunehmen, sowohl über als auch unter Tage. Allerdings gibt es eine ganze Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten neben dem Angebot rund um den härtesten Stein der Welt. Am Marktplatz der Stadt steht das 1899 erbaute, neo-klassizistische Rathaus, das heute unter Denkmalschutz steht. Ebenfalls unter Denkmalschutz steht das viktorianische Dunluce House, das am Ende des 19. Jahrhunderts von einem Diamantenhändler gebaut wurde. Von allen Kirchen in Südafrika besitzt die Sankt Cyprian Kathedrale in Kimberley das längste Kirchenschiff. Die Zentrale von „De Beers“ ist ein viktorianisches, denkmalgeschütztes Gebäude. Informationen über die Geschichte der Stadt und der Provinz erhält man im McGregor Museum. In der Duggan-Cronin Gallery sind tausende Photografien ausgestellt, die von 1919-1939 entstanden sind. Auf ihnen kann man die Ureinwohner der Region und ihre Traditionen betrachten. Bilder holländischer Maler und zeitgenössische afrikanische Kunst stellt die William Humphrey Kunstgalerie aus. Einer der ältesten und inzwischen restaurierten Pubs des Landes steht in der Nähe des Minenmuseums, er bekam seine Schanklizenz 1873. Ein Denkmal für die Minenarbeiter wurde in den Ernest Oppenheimer Gärten errichtet.

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