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Nordkap

Die Provinz Nordkap liegt im Nordwesten der Republik Südafrika und ist mit ein Drittel der gesamten Landmasse die größte Provinz Südafrikas, zugleich aber auch die am dünnsten besiedelte. Sie grenzt im Westen an den Atlantischen Ozean und im Norden an Botsuana und Namibia. Die Provinz gliedert sich in fünf Distrikte, die in Gemeinden unterteilt sind. Zwischen der Kalahari im Norden und der Karoo im Süden erstreckt sich eine einsame und schroffe Landschaft. Das Klima lässt keine üppige Vegetation zu. In der Region herrscht extreme Hitze, im Sommer sind es durchschnittlich 33 Grad, aber auch 50 Grad sind keine Seltenheit. So besteht die staubtrockene Landschaft überwiegend aus den roten Sandwüsten der Kalahari oder das zu weiten Teilen unpassierbare Richtersveld. Die Küsten des Atlantiks sind kahl und schroff. Für Naturliebhaber hat die stille und Einsamkeit der Landschaft jedoch ihren eigenen Reiz. Vor allem in der Regenzeit, wenn sich der herrliche Wildblumenteppich im Namaqualand ausbreitet.


Das Nordkap wird vom Oranje Fluss durchzogen, an dessen Ufer 1866 Diamanten gefunden wurden. Durch diesen Fund entstand die Stadt Kimberley, die Hauptstadt der Provinz Nordkap. Die Diamanten wurden von hunderten Diamantensuchern in einzelnen Claims im Tagebau abgebaut. Die bekannteste und beeindruckendste Diamantenmine ist das Big Hole. Noch heute lebt die Stadt vom Diamantenabbau. Neben der Diamantenstadt Kimberley gehört auch das Blütenmeer des Namaqualandes im Frühjahr sowie der Richterveld-Nationalpark zu den Highlights der Region. Der Richterveld-Nationalpark ist der letzte „wilde“ Nationalpark im äußersten Nordwesten Südafrikas. Der 1624 Quadratkilometer große Park wird im Norden und Westen vom Grenzfluss zu Namibia, dem Oranje, eingeschlossen, im Süden des Nationalparks befindet sich das Namaqualand mit der Kulturlandschaft Richtersveld, einem UNESCO-Welterbe.


Die Natur im Nationalpark ist sehr ursprünglich und vielfältig. Sie ist geprägt durch hohe Berge, absolute Ruhe, wunderschöne und sensationelle Landschaften und zum Teil abenteuerlichen Pisten und ihrer vielfältigen Tierwelt. Hier begegnet man Leoparden, Bergzebras, Pavianen, Springböcken, Klippspringer, Rehantilopen, Steinböcken sowie kleineren Reptilien und verschiedenen Vogelarten. Berühmt ist der Park jedoch vor allem für seine Vielfalt an sukkulenten Pflanzen. Die saftreichen Pflanzen passen sich den besonderen Klima- und Bodenverhältnisse der Trockengebiete der Tropen, Halbwüsten und Wüsten an. Hohe Wärmegrade und saisonaler Wassermangel zwingen die dort wachsenden Pflanzen, Wasser zu sammeln und zu speichern, um lange Trockenperioden zu überstehen. Der Richterveld-Nationalpark wurde 1991 zum Naturschutzgebiet erklärt. Der Vertrag sichert den Bewohnern der Gegend, den Nama, zu, dass sie weiterhin Ackerbau und Viehzucht im Naturpark betreiben dürfen.

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